Gelegentliches Klappern bei kräftigen Böen ist nicht ungewöhnlich. Hält es dauerhaft an oder wird es lauter, sollte ein Fachbetrieb Führungsschienen, Einlagen und Endstab prüfen, bevor sich Bauteile weiter abnutzen.
Rollladen bei Wind – Was ist zu beachten? | Österreich
Die richtige Bedienung von Rollladen bei Wind ist essenziell, um das System vor Schäden zu schützen. Böen drücken und ziehen am Rollladenpanzer und Bauteile können beschädigt werden. Welche Position sinnvoll ist und wie Sie Schäden am Rollladen vorbeugen, zeigt dieser Beitrag.
Sie möchten Ihr Zuhause mit widerstandsfähigen Rollladen ausstatten? Dann lassen Sie sich von einem ROMA Fachhändler in Ihrer Nähe beraten.
Inhaltsverzeichnis
Rollladen bei Wind: Das Wichtigste in Kürze
Böen beachten: Wechselnder Druck und Sog belasten den Rollladenpanzer stärker als gleichmäßiger Wind.
Rollladen-Position an die Windstärke anpassen: Als grobe Orientierung kann der Rollladen bis Windstärke 6 unten bleiben. Ab Windstärke 7 sollte er hochgefahren und ab Windstärke 10 nicht mehr bewegt werden. Die genauen Grenzwerte hängen von Profil und Größe ab.
Rechtzeitig reagieren: Elektrische Rollladen lassen sich per Knopfdruck, Smart Home oder Windsensor in eine sichere Position bringen, mit Akkupufferung auch bei Stromausfall.
Klappern ernst nehmen: Geräusche bei Wind entstehen meist durch Spiel in den Führungsschienen, verschlissene Einlagen oder einen lockeren Endstab.
Wie Wind auf einen Rollladen wirkt: Druck, Sog und Böen
Wind trifft nicht immer gleichmäßig auf ein Gebäude. Je nachdem, woher der Wind kommt, wirken unterschiedliche Kräfte auf den Rollladen. Auf der Windseite drückt der Wind den Rollladenpanzer in Richtung Fenster. An Hausecken und auf der windabgewandten Seite entsteht dagegen ein Sog, der den Rollladenpanzer vom Fenster wegziehen kann.
Wie hoch die Belastung ist, hängt nicht nur von der Windrichtung oder der Windgeschwindigkeit ab, sondern auch davon, wie gleichmäßig der Wind weht. Bei konstantem Wind bleibt die Belastung gleich. Böen ändern ihre Stärke innerhalb von Sekunden und belasten Panzer und Führungsschienen dadurch stärker als gleichmäßiger Wind.
Welche Windstärken sind zu beachten?
Wind wird mit der Beaufort-Skala in verschiedene Stärken eingeteilt. Für Rollladen ist diese Einordnung hilfreich, weil mit steigender Windgeschwindigkeit die Belastung für das Rollladensystem zunimmt.
Ab Windstärke 6 mit 38 bis 48 km/h spricht man bereits von starkem Wind. Hier schwanken Äste stark.
Die Windstärke 7 mit 49 bis 62 km/h wird als „steifer Wind“ bezeichnet. Dabei bewegen sich ganze Bäume.
Ab Windstärke 8, bei Geschwindigkeiten von 63 bis 73 km/h, spricht man von stürmischem Wind. Hier kann so viel Sog oder Druck entstehen, dass geschlossene Rollladen beschädigt werden.
Bei Windstärke 9 (74 bis 87 km/h) steigt zusätzlich das Risiko durch herumfliegende Äste, Dachziegel oder andere Gegenstände.
Ab Windstärke 10 [MS1] (88 bis 102 km/h) sind größere Schäden an Gebäuden möglich. Spätestens dann sollte der Rollladen bereits vollständig hochgefahren sein und nicht mehr bewegt werden.
Bei starkem Wind: Rollladen hoch oder runter?
Viele Menschen gehen intuitiv davon aus, dass bei starkem Wind Rollladen heruntergelassen werden sollten. Ein geschlossener Rollladen bietet dem Wind jedoch eine größere Angriffsfläche als ein geöffneter. Welche Position die richtige ist, hängt von der Windstärke ab. Als grobe Orientierung gilt:
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Windstärke
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Empfehlung
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Bis Windstärke 6
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Rollladen kann unten bleiben oder heruntergelassen werden.
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Windstärke 7 bis 9
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Rollladen nicht mehr herunterfahren, geschlossene Rollladen hochfahren.
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Ab Windstärke 10
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Rollladen nicht mehr bewegen.
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Beim Hoch- und Herunterfahren kommt es außerdem auf den richtigen Zeitpunkt an. Das Herunterfahren ist bis Windstärke 6 unbedenklich und das Hochfahren bis Windstärke 9. Bei Windstärken darüber sollten Sie den Rollladen weder hoch noch herunterfahren und warten, bis der Wind nachlässt. Eine Zwischenposition sollte vermieden werden, da sie das System zusätzlich belastet. Daher empfiehlt es sich, Unwetterwarnungen zu folgen und den Rollladen rechtzeitig in die passende Position zu bringen.
Die genauen Grenzwerte hängen vom Profil und der Größe des Rollladens sowie von der Einbauhöhe ab: Ein schmaler Rollladen mit stabilem Aluminiumprofil hält mehr Wind stand als ein breiter Kunststoffrollladen. Ihr ROMA Fachpartner kennt die Werte für Ihre Anlage.
Rollladen bei Wind bequem elektrisch hochfahren
Kommt unerwartet Wind auf, sollten die Rollladen rechtzeitig in eine sichere Position gebracht werden. Bei elektrischen Rollladen genügt dafür ein Knopfdruck per Wandschalter oder Fernbedienung. Auf Wunsch fahren alle Rollladen im Haus gleichzeitig hoch.
Fällt bei Sturm der Strom aus, bleiben elektrische Rollladen mit Akkupufferung wie BASIC und EASY CHANGE reaktionsfähig. Sie ermöglichen fünf Bewegungszyklen innerhalb von 24 Stunden, auch ohne Netzstrom. Bei angekündigten schweren Unwettern sollten Sie die Rollladen dennoch frühzeitig in Position bringen, die Fenster schließen und lose Gegenstände sichern, damit Ihr Haus gut vorbereitet ist.
Sind elektrische Rollladen in ein ROMA Smart Home-System eingebunden, können sie ganz einfach von unterwegs bedient werden. Außerdem lässt sich ein Windsensor ergänzen, der die Rollladen bei zu starkem Wind hochfährt.
Rollladen klappert bei Wind: Was tun?
Wenn ein Rollladen Geräusche bei Wind macht, steckt meist eine konkrete Ursache dahinter. Häufig hat der Panzer in den Rollladen-Führungsschienen zu viel Spielraum, sodass er bei jeder Böe schwingt und gegen die Schiene schlägt.
In den Schienen sitzen außerdem Dichtungen oder Bürsten, die den Lauf des Panzers dämpfen. Werden diese Einlagen mit der Zeit spröde oder fehlen sie ganz, fällt die Dämpfung weg und die Geräusche werden lauter.
Eine weitere Ursache kann der Endstab sein, also die unterste Leiste des Panzers. Sitzt er locker oder liegt er nicht sauber auf, bewegt er sich im Wind hörbar mit. Schließlich klappert ein Rollladen auch dann, wenn er nicht ganz geschlossen ist. Solange die Lüftungsschlitze offen sind, haben die einzelnen Rollladenprofile Spielraum und können gegeneinanderschlagen.
Gut gerüstet für windige Tage mit ROMA Rollladen
Schon bei der Wahl des Rollladens können Sie dafür sorgen, dass das System bei starkem Wind stabil ist. Entscheidend sind ein stabiler Panzer und Führungsschienen, die zur Fenstergröße passen. ROMA Rollladen verbinden robuste Rollladenprofile mit durchdachter Steuerung. Sie werden nach Maß gefertigt und lassen sich auf die Bedingungen an Ihrer Fassade abstimmen.
Welche Ausführung für Ihr Gebäude sinnvoll ist, klären qualifizierte ROMA Fachpartner gern bei einer Beratung vor Ort. Über die ROMA Fachhändlersuche finden Sie einen Betrieb in Ihrer Nähe.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Rollladen bei Wind
Wieviel Wind halten Rollladen aus?
Das hängt von Profil, Material, Elementbreite, Führungsschienen, Einbauhöhe und Befestigung ab. Je nach Windzone etwa bis Windstärke 9 bis 11 (rund 80 bis 110 km/h). Beim Hoch- und Herunterfahren ist er deutlich empfindlicher. Als grobe Orientierung sollte er ab Windstärke 7 (ab 49 km/h) nicht mehr heruntergefahren und ab Windstärke 10 (ab 88 km/h) gar nicht mehr bewegt werden.
Warum klappert mein Rollladen bei Wind?
Bei Wind kann sich der Rollladenpanzer innerhalb seiner Führung leicht bewegen und dadurch Geräusche verursachen. Starkes oder dauerhaftes Klappern kann jedoch auf zu viel Spiel in den Führungsschienen, verschlissene Dichtungen oder andere mechanische Auffälligkeiten hinweisen und sollte von einem ROMA Fachbetrieb geprüft werden.
Was tun, wenn der Rollladen bei Wind festhängt oder schief läuft?
Wenn der Rollladen festhängen sollte oder schief läuft, bedienen Sie ihn nicht mit Gewalt weiter. Ein schieflaufender Panzer deutet häufig auf verrutschte Rollladenprofile oder ein Hindernis in der Führungsschiene hin, den ein Fachbetrieb beheben sollte.
Schützt der Rollladen bei Wind auch das Fenster?
Ja, ein geschlossener Rollladen kann die Verglasung vor herumfliegenden Ästen oder kleineren Gegenständen schützen. Formstabile Aluminiumpanzer sind dabei widerstandsfähiger als Kunststoffpanzer. Bei sehr starkem Wind steht jedoch der Schutz des Rollladens selbst im Vordergrund. Fahren Sie ihn deshalb nur solange die Windstärke das noch zulässt hoch oder runter.
Müssen alle Rollladen im Haus bei Wind gleichbehandelt werden?
Nicht unbedingt, da die Belastung stark von der Lage des Fensters abhängt. Rollladen auf der Wetterseite, an Hausecken oder in oberen Geschossen sind höheren Windkräften ausgesetzt als Rollladen in geschützter Lage. Bei aufkommendem Sturm sollten Sie diese Rollladen deshalb zuerst in eine sichere Position bringen.
Lohnt sich ein Windsensor für Rollladen?
Ja, vor allem bei exponierter Lage oder häufiger Abwesenheit kann sich ein Windsensor lohnen. Er misst die Windgeschwindigkeit und fährt die Rollladen automatisch hoch, sobald ein einstellbarer Grenzwert überschritten wird. Voraussetzung sind elektrische Rollladen mit einer passenden Steuerung.